Viele Wellen bei der Langstreckenregatta „One Hour of Power“

Nachdem wir im Oktober 2025 das erste Mal eine Langstreckenregatta auf der Elbe gepaddelt sind, wollten wir auch die „One Hour of Power“ auf der Bleilochtalsperre in Angriff nehmen.

Das „One Hour of Power“ ist ein traditionelles Drachenboot-Langstreckenrennen auf der Bleilochtalsperre, seit 2009 organisiert vom Thüringer Kanuverband gemeinsam mit dem Team Draco Jenensis (Jenaer Kanu- und Ruderverein e.V.) und dem SEZ Kloster. Gefahren wird ein ca. 11 km langer Rundkurs (Kloster – Saalburg – Kloster) mit Standarddrachenbooten, die die Teams selbst mitbringen. Gewertet wird in einer gemischten Klasse (mindestens 6 Frauen an Bord) ohne Alters- oder Mannschaftskategorien.

Nach dem 14. Bergbau-Seen-Cup im September 2026 konzentrierte sich unser Mittwoch-Training auf die Langstrecke, sprich mindestens eine Stunde am Stück mit möglichst hoher Schlagfrequenz und langen kräftigen Paddelschlägen zu trainieren – erst 10 km, später ging es auf die 11 km. Dies gelang mit vier Trainingseinheiten und mehr oder weniger vollem Boot, wobei die Zeiten kontinuierlich verbessert wurden.

Am 10. Oktober 2026 war es dann soweit. Kurz vor 11:00 Uhr stiegen wir als letztes Team in unseren „SIEGfried“. Unser Motto hieß: „Was werden wir nicht? Letzter!“

Von ursprünglich 14 gemeldeten Mannschaften waren 11 Boote auf dem Wasser, die in zwei Reihen im Abstand von einer Minute starteten. Wir waren in Startreihe zwei auf der Außenbahn.

Nach dem Startsignal für unsere Startreihe ging es auch gleich zur Sache. Die Witterungsbedingungen waren nicht die besten. 11 °C und kein Regen, dafür aber unangenehmer Wind vor allem aus nordwestlicher Richtung. Das hieß speziell für die Backbordseite auf den ersten zwei Kilometern, dass eine Welle nach der anderen ins Boot schwappte. Aufgrund des Rundkurses war auch die Steuerbordseite nach der ersten Wende dran.

Im Pulk unserer Startreihe versuchten wir, an den Sportfreunden des „LVB“ dranzubleiben, was aber nur bis zur Hälfte der Distanz gelang. Nach dem wir abreißen lassen mussten, konzentrierten wir uns auf ein Boot aus der ersten Startreihe, den „Silverbacks“ aus Magdeburg. Auf den letzten drei Kilometern kam es sprichwörtlich zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit wechselnden Führungen bis ins Ziel. Da dieses Team eine Minute vor uns gestartet war, wussten wir beim Überqueren der Ziellinie, dass uns der 9. Platz sicher war.

Die Siegerehrung bestätigte unsere Vermutung. Nur die Zeit war noch interessant. Mit 01:00:58 waren wir mehr als zufrieden. An dieser Stelle bedanken wir uns nochmal recht herzlich bei den Sportfreunden Simone und Reiner von der „LPG“, Simone von den „Draco Jenensis“ und auch bei unserem Steuermann Ingo von den „Searunners“ aus Großkayna für die sportliche Unterstützung.